17.10.2016 – 15.01.2017

Behaviour

Martin Franke

Malerei

Die Erkenntnis, dass sich der Mensch in seinem Dasein mit konsumorientierten Verzierungen schmückt wird zum Motiv. Mit seiner manchmal stark überladenen Formensprache formuliert der Künstler in immer neuen Ansätzen sein zentrales Thema: Das Verhältnis von Individuum und Kollektiv in der von Partei und Wirtschaft gelenkten kapitalistischen Gesellschaft. Seine Beobachtung hat ihn schmerzlich erleben lassen, dass die individuelle Freiheit des Einzelnen und die damit verbundene Vereinsamung durch Warenabhängigkeiten und Applikationen den Menschen selbst hat zur Applikation werden lassen; gleichzeitig bedeutet das den Verlust von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Aber, so sagt er “Die Geborgenheit wird nur noch wahrgenommen in den eigenen vier Wänden, in der Einsamkeit seiner angehäuften Applikationen. Der Preis dafür ist der Leistungsdruck und gleichzeitig dem Uniformitätsdruck des Wirtschaftskollektiv bis zur Aufgabe seiner Mündigkeit und der damit verbundenen Wahrnehmung und dem daraus notwendigen Einspruch.” Das eigene Selbstbewusstsein entsteht durch das Like der Anderen.

Links

http://www.artfacts.net/martin-franke.html

Bildnachweis

Alpha, wen hast du lieb, 2009, Foto: Martin Franke
Die Erschaffung der Welt, 2012, Foto: Martin Franke
Elle lacht, seht mom Molke Mus, 2010, Foto: Martin Franke
Genuss der Heloten, 2012, Foto: Martin Franke
Kant, 2013,
Foto: Martin Franke
Lust der Heloten, 2012, Foto: Martin Franke
Nine Bounth bc, 2011, Foto: Martin Franke
Prieuré de sion, 2012, Foto: Martin Franke
Princess in, 2013, Foto: Martin Franke
Stimmvieh, 2007, Foto: Martin Franke
The four scientists, 2012, Foto: Martin Franke
Wissen darum, 2011, Foto: Martin Franke